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mt_ignorevon Magnus Enßle

Am Samstag, den 13. Oktober fand die Klausurtagung 2012 in Waldshut- Tiengen statt. Geladen hat der Ratsvorsitzende des Rates für Ethik und Kultur Benni. Dem Ruf gefolgt waren der Ratsvorsitzende des Rates für Gründungsmitglieder Markus, der Präsident Magnus sowie Vincent. Die Herren Klaus und Thorsten waren leider verhindert. Im Herzen waren sie natürlich dabei. Punkt 10.30 Uhr konnte man nach einer langen Anreise (Wallerstein, Stuttgart, Waldshut) das Weißwurstfrühstück bei Manna beginnen. Vincent, der aus der Schweiz anreiste, konnte ebenfalls pünktlich sein. Nach dieser Stärkung ging es auf zum Tagungsgelände: Die Innenstadt Waldshut.

Der Präsident eröffnet am Marktplatz zu Waldshut um 13.50 Uhr die Diskussion. Er dankt sogleich Benni für die bisher sehr anständige Bewirtung in Form des Weißwurstfrühstücks. Die Agenda der Tagung steht unter dem Motto „Das Heft in die Hand nehmen“. Bemängelt und sogleich diskutiert wird, wie es so weit kommen konnte, dass den founding fathers die Ämter Schriftwart und zweiter Vorstand entgleiten konnten. Benni, der im Frühjahr den Posten des 2. Vorstandes im Frühjahr aufgegeben hat, begründet seinen Schritt damit, die mächtige Aufgabe nicht mehr stemmen zu können. Außerdem begründet er seinen Schritt mit der Ämterhäufung. Im Zeitpunkt seiner Entscheidung rechnete er schwer damit, dass sich andere founding fathers des Amtes annehmen. Auch Markus als Ratsvorsitzende des Rates für Gründungsmitglieder hat diese furchtbare Entwicklung nicht kommen sehen. Ratlosigkeit macht sich breit. Trost spendet da nur die Schneiders Weisse.

Wieder zu Kräften gekommen wird der Präsident attackiert, wie diese Wahl überhaupt in Gang gesetzt werden konnte. Es wäre an ihm gewesen, die Wahl zu verschieben als erkannt wurde, dass kein founding father sich für das Amt anbieten konnte. Bevor es zu einer ersten Ausuferung kommt, versteht es Vincent wie schon die Jahre zuvor, die Gespräche hin zu weicheren Themen zu lenken. Es folgt ein etwas längerer erzwungener Monolog Bennis zum Waldshuter Männle.

Als man sich nun etwas schlauer ob der Waldshuter Geschichte wieder gefangen hat, wird im Internet nach der Satzung des Clubs gesucht – und nicht gefunden. Da ist natürlich der Sieg der Waldshuter über die Schweizer Belagerung pillepalle. Da das Tagungsbüro eh keinen Drucker hatte (geht das als Lehrer?), wäre man sowieso nicht weiter gekommen. Markus wendet ein, dass die Satzung noch nie Basis für Klausurbeschlüsse war. Wahre Worte. Während man dennoch hecktisch im Internet nach der Satzung sucht, versucht Vincent der Tagung noch ein paar griffige Überschriften zu geben. Es gelang nicht. Auch die Frage, ob da nicht das Waldshuter Männle einen Spruch parat hätte, weiß selbst Benni nicht mehr zu beantworten.

„Es gilt zu korrigieren, was versäumt worden ist“, versucht Markus wieder etwas Struktur in die Diskussion zu bringen. Top 1: Anwahl des 2. Vorstandes Top 2: Abwahl des 3. Vorstandes Top 3: Einsetzen von Gründungsmitglieder Top 4: Gedanken zum Wahlzyklus.

Vincent plädiert dafür, bereist nach Top 2 den Top 3: Feiern der Beschlüsse anzuschließen. Schließlich sei offensichtlich und Konsens, dass die Wahlen 2012 nur ein großes Mißverständnis waren. „Selbstverständlich muß so etwas passieren, wenn am Jahrestreffen nur 2 Gründungsmitglieder anwesend sind. Selbstverständlich ist es dann, dass das Machtvakuum im Club durch eine Horde Wilder eingenommen werden will.“

Sogleich wird das Jahrestreffen 2012 als schwärzestes Kapitel des Clubs ausgerufen.

Die Schwere der Aussage wird (wie gewohnt) von Vincent konterkariert, in dem er zu einer gemeinsamen Runde Kaffee und Kuchen einläd. Der Präsident würdigt diese wirklich destruktive Art, eine ernsthafte und tiefgründige Erörterung des Themas mit Kaffee und Kuchen zerschießen zu wollen. Während der Würdigung des Präsidenten schafft es Markus, die Abwahl des 2. Vorstandes ins Protokoll aufzunehmen. Aus der Hüfte geschossen wird Vincent vorgeschlagen. Die Abstimmung geht ohne Zählen der Stimmen in die Glückwünsche durch Markus über. Zwischen Vorschlag, Abstimmung und Antrittsrede des neuen 2. Vorstandes vergehen nur wenige Sekunden. Der Amtsinhaber muß auch erst Luft holen, um sich der Tragweite der Blitzentscheidung bewußt zu werden. Aber als Medienprofi sammelt er sich und findet die ersten Worte als 2. Vorstand des CC.

Irgendwas mit gelungener Basisdemokratie und Mehrheitsbeschaffung sind der Inhalt. Der Präsident unterbricht die „erbärmliche“ Rede, was Vincent zum Anlas nimmt, seinen Rhabarber-, Käse-Irgendwas-, Johannisbeerkuchen der Runde zu besorgen. Frankfurter Kranz war auch dabei. Der Präsident immer noch sichtlich erschüttert aufgrund der zerfahrenen Sitzung bittet den 2. Vorstand abermals, seinen Pläne für die Zukunft des Clubs vorzubringen. Vincents Vorschlag, die Vorstandsämter gleich für 10 Jahre festzulegen ist sehr überraschend, wird aber gleich aufgegriffen. Applaus füllt den Tagungsort.

Markus lobt Vincents Worte „die der Club in solch schlimmen Zeit braucht“. Er läßt auch gleich mit ins Protokoll aufnehmen, dass die nächste Wahl erst 2022 stattfindet. Selbstverständlich ist auch dieser Beschluss einstimmig. Vincent schlägt im Anschluss daran Benni als 3. Vorstand und somit alten und neuen Schriftwart vor. Vor der Abstimmung mahnt der Präsident, dass das Amt des Schriftwartes kein Selbstläufer ist. Bennis Einwand, dass der Druck im Frühjahr noch zu groß war, ist noch in den Ohren.

Benni setzt an zur Wahlrede. Machen wir es kurz: Angesichts dessen, dass das Amt des Generalbevollmächtigten er wieder abtreten mußte, fühlte er sich im Stande, „mit voller Kraft und Engagement in den nächsten 10 Jahren“ das Amt auszufüllen. Der Präsident lobt vor allem den christlichen Bezug in der Rede von Benni. Vincent zieht noch ein paar Vergleiche zur Französischen Revolution. Markus lobt die tolle Zusammenarbeitit und die Tiefe der Entscheidungen und verfängt sich in ewigen Schachtelsätzen. Auch Benni möchte vor der Abstimmung noch versprechen, gleich beim Land Baden Württemberg zu beantragen, dass das Lehrerzimmer seiner Schule fortan auch als Pressestelle des CC eingesetzt wird. Vincent sagt noch was, Magnus sagt noch was und dann kam es doch noch zur Abstimmung – einstimmig, natürlich. Gratulation und Grußworte durch Markus folgen, Vincent besorgte noch eine Runde Weißbier. Benni verspricht in seinem Amt klare, flammende und mitreisende Reden, die „der Welt zeigen, was wir als Verein für die Welt bedeuten. Dankeschön.“ Man darf also gespannt sein.

Markus zeigte sich glücklich, nun endlich für 10 Jahre Ruhe zu haben. „Der Club hat zurückgeschlagen. Der Machtapparat funktioniert. Mit aller Härte.“ Vincent besorgt neuen Kuchen. Der Präsident ist tief ergriffen und freut sich, dass Markus ihm die Worte fast schon abgenommen hat. „Der Club hat gezeigt, dass er in den 11 Jahren dazugelernt hat. Er hat gezeigt, dass er sehr, sehr professionell und effizient arbeiten kann. All die Entscheidungen wurden innerhalb eines Weißbiers getroffen. Dies zeigt, wie flexibel der Club ist und ich möchte allen Anwesenden für das Erreichte danken.“ Wieder füllt Applaus die Waldshuter Innenstadt.

Vincent, vom Heißhunger geplagt, spendiert eine Runde Schwarzwälder Schinken, während Markus die Fehdestumpen einsortiert. Es keimen noch ein paar Diskussionen auf, die wie jedes Jahr den Ruf nach Rauswurf laut werden lassen. Schließlich sei durch das Antreten zur Wahl der Ex- Vorstandsmitglieder Ingo und Simon ein Anschlag auf den Clubfrieden geschehen, was einen solchen Schritt durchaus gangbar macht. Der Präsident kann sich auch heuer wieder durchsetzen und die Rauswürfe verhindern. Schließlich handelt es sich bei Simon und Ingo um ehrbare, langjährige und havannophile Freunde, die im Frühjahr erkannt haben, dass der Club in einer Notlage befindet. Angesichts dessen müsse es man den Freunden hoch anrechnen, dass sie in diesem Sturm das Ruder an sich gerissen haben. Das ist dann auch schnell kein Thema mehr.

Man ist schon fast beim „Top Sonstiges“. Benni wird dazu genötigt, seinen Standpunkt zu den 10 Euro Praxisgebühr kund zu tun. Ihm gegenüber sitzt als Stellvertreter der Privatversichertenlobby Vincent – der den gewaltigen Worten von Benni nicht widersprechen will. Der Präsident möchte unterstreichen, dass sich der Club sehr wohl seiner sozialen Verantwortung bewusst ist und auch gerne die Praxisgebühr für CC- Mitglieder vorstreckt. Es gibt wieder Kuchen – diesmal nur Frankfurter Kranz. Fast im Vorbeilaufen geht das Amt des Generalbevollmächtigten – das zweitwichtgste Amt nach dem Amt des Präsidenten – an Markus übergeht. Markus bedankt sich sogleich für das Vertrauen. „Ich bin mir meiner Verantwortung bewußt…. Lass uns doch noch mal ne Runde bestellen. Die Beschlüsse waren nie besser.“ Vincent als 2. Vorstand möchte sich auch als Außenminister des Clubs verstehen und verweist auf die ersten Gespräche mit Peter in Australien.

Anschließend folgt ein kleines Referat über die von ihm gestifteten Kuchen. Zucher Kirschtorte, Schwarzwälder Kirschtorte, Frankfurter Kranz, Himbeertorte, Linzer Torte und Kokostorte. Es hat etwas länger gedauert, was Markus dennoch nicht davon abhält, der ob der schönen Geste Dank auszusprechen. Es folgen noch ein paar philosophische Abhandlungen zur Zukunftsgestaltung des Clubs und der Versuch die Details des verkorksten Jahrestreffens 2012 zu erörtern. Auch dies gelingt aufgrund der inneren Zufriedenheit allerseits und nachlassender Kondition nicht. Zur Beendigung des offiziellen Teils der Tagung läßt Vincent zwei lateinamerikanische Musiker ein paar Ständchen zum Besten geben. Red Hot Chilli Peppers oder Metallica war zum Unmut des 2. Vorstandes nicht dabei. Wir sind uns sicher, dass in der nächsten Saison das Repertoir breiter gefächert ist.

Vor dem Abendessen werden die Beschlüsse in einer üblen Kaschemme mit Null-Vierer-Kugeln begossen. Das Abendessen ist hervorragend gewesen. Vielen Dank an Benni für die Auswahl des Lokales. Nach ein paar weitern Pils und ein paar Cocktails in Waldshut edelsten Clubs mit Livemusik ging die Klausur zu Ende.

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