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Am vergangenen Samstag waren Holger und ich als Schiedsrichter im Württemberg-Derby: Bericht aus Horkheim (Heilbronner Stimme, on Klaus Apitz, gesehen auf "Forum Regionalliga")
Drei Niederlagen hatten sie im Rucksack, und das war den Handballern des TSB Horkheim am Samstagabend zunächst anzumerken. Doch der Wille, sich diesmal durchzubeißen, brachte in der Stauwehrhalle vor 500 Zuschauern den Durchbruch. Am Ende war das Regionalligaspiel gegen die SG Haslach-Herrenberg-Kuppingen souverän mit 32:25 (16:11) gewonnen.
„Für uns waren nur die Punkte wichtig“, atmete Trainer Volker Blumenschein tief durch. Der TSB hat sich ein Polster nach hinten verschafft und ab sofort die Möglichkeit, sich früh in Sicherheit zu bringen. Es folgen nämlich Spiele gegen diejenigen Clubs, die derzeit auf den letzten fünf Plätzen liegen (siehe Hintergrund). Dass die Gäste stark ersatzgeschwächt hatten auflaufen müssen, interessierte die Horkheimer nicht. Sie sehen es als eine Art ausgleichende Gerechtigkeit, denn sie haben in dieser Hinsicht in der Vorrunde einiges erleiden müssen und ohne Leute wie Markus Schumacher, Michael Hau und Stefan Fähnle etliche Punkte liegen lassen. Erste zwei sind längst wieder dabei, und Hau saß am Samstag nach vier Monaten wenigstens erstmals wieder auf der Bank. Die Mannschaft legte ein 6:3 vor, hatte dann aber Probleme mit der offensiven Abwehrausrichtung ihres Gegners. Doch Trainer Blumenschein reagierte schnell, und mahnte beim Stand von 7:8 während einer Auszeit schnelleres Spiel an. Bei der Umsetzung half danach die von Thomas Grimm gut organisierte Abwehr mit, die ab der 16. Minute bis zur Pause nur noch drei Gegentore zuließ. Woran allerdings Torhüter Wojciech Honisch einen gewichtigen Anteil hatte. Zur Halbzeit war aus dem 7:8 ein 16:11 geworden. Und gleich zu Beginn des zweiten Durchgangs zwangen die Horkheimer die Gäste bis zum 24:15 endgültig in die Knie. Bis dahin hatte Blumenschein nur mit acht Feldspielern operiert. Und obwohl es nicht Schumachers Tag war, der mit seinen vielen Versuchen nur zwei Mal traf, machten die Gastgeber ihre Tore. Denn der wieder einmal sehr starke Spielmacher Felix Knoll riss diesmal, anders als im jüngsten Heimspiel gegen den TSV Neuhausen, alle seine Nebenleute mit. Er selbst erzielte fünf Treffer, auf halbrechts Philipp Knoll auch fünf, Rechtsaußen Alexander Huber sogar acht. Und der wegen der Verletzten im Herbst geholte Pole Kristof Lisiecki machte sein bestes Spiel im TSB-Trikot, war auf halblinks mehr als ein Ersatz für Schumacher.
„Der Horkheimer Wille war größer“, sagte hinterher Michael Nölscher. Der verletze Kreisläufer der Herrenberger musste für den grippekrank zu Hause gebliebenen Thilo Burkert den Trainerjob machen und sah dies als Nachteil. „So was verunsichert die Mannschaft auch.“ Und zählte vier verletzte Stammspieler auf, allen voran den Torjäger Andreas Blodig. In der Halle wunderten sich die Zuschauer, wie verhalten dieser die Partie anging, um dann nach 15 Minuten auf die Bank zu wechseln. „Er konnte nicht werfen. Das war schon unter der Woche so, aber er hat es immerhin versucht“, sagt Nölscher.
„Wir wussten gar nicht mehr wie sich das anfühlt“, freute sich Blumenschein hinterher. Und Michael Löbich, Ressortleiter der ersten Mannschaft, war vor allem mit dem geschlossene Auftreten der Truppe sehr zufrieden: „Das war ein Herzblutspiel.“
TSB Horkheim: Honisch, Hirschmann (nicht eingesetzt) - Altmann, Grimm (1), Baum, Knoll (5), Phillip Kroll (5), Huber (8), Fähnle (4/1), Schumacher (2), Lisiecki (4), Herrmann (3), Wolfgang Kroll (nach Erkrankung geschont), Michael Hau(nach Verletzung geschont).
Beste Werfer der SG Haslach-Herrenberg-Kuppingen: Schwund (4), Kiener (/4/1), Krämer, Hess, Meyer-Hübner und Falk (je 3). Siebenmeter: Horkheim 1 - Herrenberg 3. Zwei-Minuten-Strafen: Horkheim 8 - Herrenberg 7. Schiedsrichter: Enßle/Krieg (Mögglingen). Zuschauer: 500. Bericht aus Haslach (Kreiszeitung vom 02.02.2009, von Dirk Hamann, Quelle: http://www.sgh2ku.de) Horkheim - Die Handballer der SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen haben in der Regionalliga erneut eine schmerzhafte Auswärtsniederlage einstecken müssen. Sie unterlagen am Samstagabend bei TSB Horkheim mit 25:32.
Es ist zum Mäusemelken. Die SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen verliert momentan bei Gegnern, die sie in der vergangenen Runde im Vorbeigehen geputzt hätte, die ihr in der Vorrunde auch noch keine größeren Probleme bereitet haben. Und nun? Nichts geht mehr in fremden Hallen. Vor zwei Wochen gab"s beim Schlusslicht VfL Waiblingen eine drüber, nun in Horkheim gegen eine Mannschaft, die ebenfalls nicht zum Besten gehört, was die Liga zu bieten hat. Hauptsächlich verantwortlich für diese Rückschläge ist das Verletzungspech, ist sich SG-Spielleiter Peter Schwenk sicher. "Vergangene Runde sind wir fast ohne langfristige Ausfälle durchgekommen, diesmal trifft's uns dafür mit voller Wucht", klagt er.
In Horkheim mussten jedenfalls mit Torwart Tobias Barthold und Abwehrchef Michael Nölscher zwei Leistungsträger schon vor Spielbeginn passen. Dazu fehlte Trainer Thilo Burkert wegen einer Grippe. Nach zehn Minuten war für den angeschlagen in die Partie gegangenen Torjäger Andreas Blodig Feierabend, wenig später verabschiedete sich Simon Geist mit einer Wadenverletzung. Zudem biss Stefan Johannson zwar auf die Zähne, half in der Abwehr mit - mit dem Handicap, nicht abspringen zu können. "Irgendwann sind die Personalprobleme einfach so groß, dass es nicht mehr reicht", musste Schwenk eingestehen. "Und wenn man schon etwas gebeutelt ist, ist es ja oft so, dass auch noch andere negative Begleiterscheinungen hinzu kommen. So wie bei uns am Samstag."
Die Partie begann ausgeglichen. Bis zum 11:11 schlug sich die SG wacker. Dann musste Simon Geist von der Platte, wohl mit ein Knackpunkt, der letztendlich zur Niederlage führte. "Ab diesem Zeitpunkt haben wir etwas den Faden verloren", erkannte Schwenk. Als Beleg für diese Aussage dient der Halbzeitstand, Horkheim ging mit einer 16:11-Führung in die Pause. Danach schaffte es die SG nicht mehr, noch einmal heranzukommen. Im Gegenteil. Merkwürdige Schiedsrichterentscheidungen - gleich zweimal erhielt die Gäu-Sieben unter anderem sehr zweifelhafte Zeitstrafen für Wechselfehler - warfen sie weiter aus der Bahn. Die Gastgeber enteilten über 20:14 auf 27:17 und 30:20, gewannen schließlich deutlich mit 32:25.
"Da kam alles zusammen", wollte Schwenk diese Begegnung lieber ganz schnell abhaken. Weiß allerdings, dass auf seine Mannschaft in dieser Runde durchaus weitere Partien dieser Art warten könnten. "An der personellen Lage wird sich wohl so schnell nichts ändern, zumal Matthias Reiser in Horkheim ja sein letztes Spiel für uns gemacht hat", so Schwenk. "Wir müssen schauen, wie wir irgendwie wieder aus diesem Fahrwasser rauskommen."
SG Haslach/Herrenberg/Kuppingen: Eipperle, Janoch; Reiser (1), Wohlbold (3/davon 1 Siebenmeter), Johannson, Schwend (4), Kiener (5/1), Krämer (3), Hess (3), Blodig, Meyer-Hübner (3), Geist (1), Falk (3). |