| F RL: HCS Neustadt-Sebnitz - TS Ottersweier 24:26 (14:11) |
| Schiedsrichter |
| Freitag, den 01. Mai 2009 um 07:40 Uhr |
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Bei ersten Spiel kamen wir beim Gast nicht so gut weg. Der HC Sachsen hat 50 Minuten geführt und am Schluss nach vier "Hundertprozentigen" noch verlogen und somit den Abstieg besiegelt. Die Zuschauer waren diesmal nicht sooo das Problem. Neu für ns war, dass ein Ordner (!) uns an die Wäsche wollte. Der einzige Kritikpunkt, den man auf dem Flur noch erhaschen konnte, bevor es in die sichere Kabine ging, war das 7-Meterverhältnis. Ein Klassiker. Während Ottersweier versuchte viel über den Kreis zu agieren, waren beim HC Sachsen Schüsse aus der Distanz das bevorzugte Mittel, um zu Toren zu kommen. Die wenigen Anspiele an den Kreis wurden vom Heimverein meist souverän verwandelt, während zahlreiche Abschlüsse am Kreis auf der anderen Seite nur noch mit Fouls oder Agieren im Kreis verhindert werden konnte. Wen wundert da die unterschiedliche Anzahl an zugesprochenen 7-Metern? Aber naja. Die Fnas des Gastvereins ließen sich noch zu einem nüchternen Urteil hinreißen - deren Mannschaft hat aber auch gewonnen ;-). Dass Ottersweier im Spielbericht auf die zuvor auf der Homepage des HC Sachsen geäußerte Schiri-Kritik mit Unverständnis reagierte, veranlasste den Moderator der Sachsen-Homepage zu einem Nachtrag. Es gibt also was zum Lesen! Da ich an dieser Stelle mal faul bin, zitiere ich alles aus der Homepage des HC Sachsen (http://www.hc-sachsen.de). Der Bericht aus Neustadt:Mit der 24:26 (14:11) Heimniederlage gegen die TS Ottersweier vergab die F1 des HCS heute Nachmittag die Last-Minute-Chance zum Klassenerhalt. Die parallele 28:35 (16:15) Niederlage von Leutershausen in Bietigheim half nichts mehr. Der greifbare Sieg wurde von den Gastgebern in den letzten zehn Minuten in einem konfusen Finish, bei dem jegliche taktische Ordnung verloren ging, schlicht und einfach verschenkt. Wieder einmal, spieltäglich grüßt das Murmeltier, ein Timeout in der 54. Minute konnte die eigenen Reihen, über ein Strohfeuer hinaus, auch nicht mehr ausrichten. Über das, was die Schiedsrichter aus Baden-Württemberg an teilweise hahnebüchenem Blödsinn zusammengepfiffen haben (u.a. eine Reihe von sehr billigen 7-m für die Gäste, immer auf dieselbe Weise herausgeholt, die riesigen Kneergeschwister mussten sich, mal auch ganz ohne „Feindberührung“, nur theatralisch genug fallen lassen oder, es ging auch einfacher, nur in den Kreis schieben) konnte man sich aufregen, letztlich spielentscheidend wars nicht. Wer seine eigenen Chancen so liegenläßt, wie es heute die HCS-Damen (leider wieder) getan haben, der muß sich einzig und allein an die eigene Nase fassen, auch wenn das nicht angenehm ist. Der Bericht aus Ottersweier mit Nachwort aus Sachsen (auf der selben HP veröffentlicht): Die Vorzeichen für dieses Spiel waren klar. Den Gastgeberinnen würde nur ein Sieg weiterhelfen, wenn sie den Klassenerhalt am letzten Spieltag noch schaffen wollten und die Gäste benötigten einen Punkt um auch die letzten theoretischen Zweifel am Klassenerhalt zu beseitigen. Und so verlief dass Spiel dann auch über weite Strecken. Der HCS hatte von Beginn an die Nase vorn, zeigte sich entschlossener und erkämpfte sich fast alle im Angriff bereits verlorenen Bälle wieder zurück. Dennoch schaften sie in den ersten sechs Minuten nur, wie auch die TSO, ein Tor zu erzielen. Danach entwickelte sich das Spiel besser. Bis zur siebzehnten Minute konnte die Turnerschaft immer Schritt halten und ließ Neustadt-Sebnitz nie mehr als zwei Tore wegziehen. Doch so allmählich setzte sich Routine und Abgeklärtheit der Heimmannschaft durch, was sich bis zur Pause in einer 14:11 Führung niederschlug. Auffallend, dass die Neustädter Spielerinnen ihre Torerfolge relativ emotionslos zur Kenntnis nahmen und kaum eine Reaktion zeigten. Dafür machte der kleine Fanclub auf der Tribüne fast über 60 Minuten prächtige Stimmung und lies der Mannschaft die bestmögliche Unterstützung zu kommen. Auch die TSO hatten einen kleinen Kreis von Fans versammeln können und als von dort, kurz vor Beginn des Spiel, ein Auswärtssieg gefordert wurde, es wären die ersten Auswärtspunkte in der Rückrunde gewesen, erntete man nur ein müdes Lächeln. Vor Spielbeginn hatte Trainer Siegfried Oser eine ganz einfach Parole ausgeben, den alten Spruch: „Das runde muss ins Eckige.“ Bis diese Vorgabe in ausreichendem Maße bei seinen Spielerinnen die Tat umgesetzt wurde, dauerte es aber noch einige Zeit. Zunächst konnte die Mannschaft von Bärbel Wessel, nach Wiederanpfiff, auf 15:11 erhöhen. Dieser komfortable Vorsprung sollte sich mit so einer erfahrenen Mannschaft eigentlich über den Rest des Spieles verteidigen lassen. Erste Risse bekam das Nervenkostüm der Gastgeberinnen beim 17:15 (39.) Anschluss der Südbadnerinnen. Doch dies wurde durch die routinierten Spielerinnen Adamkova und Urbanova binnen zwei Minuten wieder korrigiert. So hielt der Vorsprung bis zum 21:17, Mitte der zweiten Hälfte. Den Wendepunkt markierte ein Ballgewinn von Gabi Kneer in der Spielfeldmitte, mit einem Sprung nach dem Ball. Ab diesem erkämpften Ball lief das Spiel zu Gunsten der Turnerschaft. In dieser Phase zeigte Desire Kolasinac, trotz ihrer erst siebzehn Lebensjahre, eine erstaunliche Nervenstärke. Sie erzielte ein Tor vom Kreis und brachte drei Siebenmeter sicher im gegnerischen Tor unter. Neun Minuten vor dem Ende, beim Stand von 21:21, war somit der Ausgleich gefallen. Nun lagen die Nerven blank, beim Tabellenvorletzten. Bälle die noch zu Beginn der Partie sicher den Weg ins Tor gefunden hatten, landeten nun weit Abseits oder wurden eine sichere Beute von Krisztina Lovas im TSO-Gehäuse. In der Schlussphase hielt sie allein fünf freie Bälle und ihre Mannschaft damit im Spiel. Zwar konnten die Ostsachen nochmals auf 23:21 wegziehen, doch Iris Kneer und Vera Trayer sorgten zwei Minuten vor dem Ende abermals für den Ausgleich. Die wohl spielentscheidende Aktion fand kurz darauf statt. Celina Pereira erkämpfte sich allein am Sechsmeter der Gastgeberinnen, trotz dass mehrere einheimische Spielerinnen drum herum standen, den Ball zurück und brachte ihn sicher im Tor unter. Das endgültige Aus kam dann durch Iris Kneer, die vom Kreis auf 23:25 erhöhte. Ein Gegenstoßtor von Peggy Schuster sorgte noch für ein Fünkchen Hoffnung, doch der ging aus als Vera Trayer von Außen einsprang, ein Zuspiel von Gabi Kneer erhielt, und ihren vierten Treffer markierte. Ein Abstieg tut immer weh. Doch dieser resultiert nicht aus dem letzten Spiel einer Saison oder eine Schiedsrichterentscheidung die man durch die Vereinsbrille anders gesehen hat. Ein Abstieg ist das Resultat einer Mannschaftsleistung über die gesamte Spielzeit. Hier sollte man auf Neustadter Seite auch ehrlich zu sich selber sein, denn nur dann wird man die Mannschaft bald wieder in der Regionalliga zurückbegrüßen dürfen. Für die Turnerschaft war das Spiel ein Erfolg auf der ganzen Linie. Durch Eigenleistung wurde die Klasse gehalten, der dritte Auswärtssieg in Sachsen geholt und die Saison endlich einmal wieder mit einem Sieg beendet. Das war nicht immer so und es spricht für die Mannschaft, dass sie im letzten Spiel noch einmal alles gegeben und eine Saison mit Höhen und Tiefen so positiv beendet hat. Viele haben dem Team von Siegfried Oser und Gustav Buchal dieses nicht zugetraut. Zu schwach besetzt auf vielen Positionen, viele Verletzte, gerade zu Saisonbeginn und das Angewiesen sein auf vier Spielerinnen der A-Mädchen, damit die Runde überhaupt durchgestanden werden konnte. Diesem hat die Mannschaft getrotzt und gezeigt, dass man mit einem guten Teamgeist auch in der dritthöchsten Spielklasse bestehen kann.
Nachsätze von HCS-News Zunächst einmal: ein sehr ordentlicher Bericht, in dem farbig ein Mannschaftsspiel in seinem Verlauf und im Auftreten der Mannschaften, in seinen Höhe- und Wendepunkten alles andere als linear und mechanisch langweilig geschildert wird. Von daher sind keinerlei Einwände zu erheben. Was die Würdigung der Schiedsrichterleistung betrifft sehen wirs etwas anders. Man möge uns dabei bitte nachsehen, daß wir nach spätestens Regensburg in diesem Punkt äußerst allergisch geworden sind. Aber die Schiedsrichterleistungen sind, glauben wir, in dieser Saison ein Problem der Liga insgesamt geworden, sie sind hinter dem deutlich angezogenen Leistungsniveau zurückgeblieben. Und das liegt vielleicht an der absurden Struktur dieser Liga: wer tut sich schon gerne für ein Taschengeld diese Distanzen an und versaut sich damit das ganze Wochenende ? Die Besten wohl zunehmend nicht unbedingt. Richtig hält der Bericht auch fest, daß der Abstieg das Resultat einer Mannschaftsleistung über die gesamte Spielzeit ist. Und da hat die F 1 des HCS es nicht geschafft, unter Führung der erfahrenen Spielerinnen als Team den nötigen Biß insbesondere in kritischen Spielphasen zu entwickeln, geriet immer wieder mental aus der Balance und steckte dann auch oftmals allzu bereit zurück. Insgesamt war man als Team zu introvertiert und schicksalsergeben. Nicht emotionslos. Was etwas an dem Spielerinnentypus liegt. Und wenn mans besonders gut machen wollte, wurds des öfteren nur der allerärgste Krampf. Vergeigt wurde die Saison in der Vorrunde, ab dem 5. Spieltag, da war die erkennbare Einstellung zu oft melancholisch: joh mei, wenn’s heute nicht gegangen ist, dann geht’s vielleicht das nächste Mal. Und dann war man tief unten drin und damit wurde es doppelt schwer: welche durchwachsenen Auftritte ein Gegner auch die sonstige Saison hinlegen mag, aber gegen den Tabellenvorletzen doch nicht, da geht auf jeden Fall was (während man gegen den Tabellenersten das Spiel schon verloren gegeben hat, bevor man überhaupt aufgelaufen ist). Nein, ausgerechnet nur am letzten Spiel den Abstieg festmachen zu wollen, das wäre in der Tat ziemlich einfältig und töricht. Es sind, neben den genannten, vielmehr noch eine ganze Reihe anderer Punkte, subjektiver und objektiver Art, die mit hereinspielten. Das alles wird schnell aufzuarbeiten sein, wenn der unumgängliche Neuanfang nicht im Niemandsland verlaufen soll. Das Durchreichen des TV Waidhausen von der Regionalliga in die bayerische Landesliga ist ein abschreckendes Beispiel. Vorgemerkt muß bleiben: so einfach werden die Damen der TS Ottersweier gegen eine HCS-Vertretung nie mehr in der Mitte durchkommen, und wenn sie bis dahin 2 Meter groß geworden sind. Die Damen der TS Ottersweier haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten weitestgehend klaglos und mit viel Engagement eine ordentliche Saison gespielt. Wir wünschen diesem Team, daß es den Schwung des aus seiner Sicht gelungenen Saisonfinales in die kommende Regionalligasaison mitnehmen kann. |
Fast am Ende der Saison hatten Holger und ich unseren ersten Doppeleinsatz in Sachsen. Nach dem Frauen-Samstagsspiel in Neustadt-Sebnitz ging es zur Übernachtung nach Leipzig, wo auch um 17 Uhr das Spiel der Männer-Regionalliga stattfand.