M RL: SC DHfK Leipzig - Lok Pirna 26:31 (13:14)
Schiedsrichter
Freitag, den 01. Mai 2009 um 07:55 Uhr

Das zweite Spiel des Doppeleinsatzes in Sachsen war das Männer-Regionalligaspiel Leipzig gegen Pirna. Das Lokalderby war auch nicht ohne. Verlieren wollte bei diesen Presige-Duell keiner, die Heimmannschaft mußte aber gewinnen, um den Abstieg verhindern zu können. Entsprechend, eng, spannend und emotionsgeladen ging es zu. Endlich auch mal mit vielen SR- Bildern (hinter dem Bericht). Vielen Dank, Herr Möritz!!! Anbei die Berichte:

Bericht aus Leipzig (http://scdhfk-handball.de):
DHfK vor dem Abgrund
Leipziger Handballer verlieren Derby gegen Pirna 26:31
Die Regionalliga-Handballer des SC DHfK haben gestern Abend nach der 26:31 (13:14)-Niederlage gegen Lok Pirna den Befreiungsschlag im Abstiegskampf verpasst.

Da Hauptkonkurrent Friedberg im bayerischen Derby den Zweiten Bad Neustadt mit 26:25 besiegte, können die Leipziger aufgrund ihres Zwei-Punkte-Rückstandes den Klassenerhalt nach der Schlappe im sächsischen Duell nicht mehr aus eigener Kraft schaffen.

Dementsprechend war auch die Stimmung in der mit 800 Zuschauern, darunter 100 Gäste-Fans, gut gefüllten Grube-Halle nach dem Abpfiff. Einige der Leipziger Spieler verkrochen sich nach der bitteren Pleite gleich in der Kabine. Pirnas erfolgreichster Werfer Christian Möbius, den die Gastgeber nie in den Griff bekamen, stammelte eine Art Entschuldigung ins Mikro des temperamentvollen Hallensprechers. „Es tut uns leid für Leipzig. Aber wir haben unsere Ziele. Ich verspreche, wir werden uns im letzten Spiel in Friedberg voll reinhängen.“ Das taten die Pirnaer gestern allerdings auch, denn sie legten sich ins Zeug, als ob es noch um etwas ginge und feierten jeden Treffer enthusiastisch.

„In den entscheidenden Situationen fehlte uns die Cleverness. Es war eine verdiente Niederlage“, meinte der enttäuschte Leipziger Coach Sven Strübin. Kapitän Marko Bergelt sprach Klartext: „Wenn wir unsere hundertprozentigen Chancen nutzen, gewinnen wir das Spiel. Uns fehlt wohl die Klasse, um so ein Derby für uns zu entscheiden.“

Die Chance auf zwei Punkte war durchaus vorhanden. Bis zur 58. Minute hielten die kampfstarken Gastgeber gegen den mit vier Ausländern gespickten Tabellenfünften das hartumkämpfte Match offen. Dann scheiterte der sonst starke Masayuki Ishiguro beim Stand von 26:28 mit einem Strafwurf an Torwart Michael Galia – der Japaner war selbst gefoult worden. Im Gegenzug flog René Wagner nach einem Foul vom Parkett und der 100-fache lettische Nationalspieler Ivars Serafimovics verwandelte den Siebenmeter eiskalt. Danach wurde es still in der bis dahin stimmungsgeladenen Halle, nur die Pirnaer Fans schrien lautstark „Auswärtssieg“. Den Erfolg vergaben die Leipziger durch zahlreiche individuelle Fehler, sie ließen mehrere hochkarätige Chancen ungenutzt und leisteten sich leichte Fehlabspiele. Zudem hielten Torwart Jan Resimius – nach guter Leistung in Halbzeit eins – und sein Kollege Stephan Sarközi nach der Pause kaum einen Ball.

Doch die Leipziger hoffen weiter auf den Klassenerhalt, zumindest verkünden sie das. „Ich weiß noch gar nicht, warum wir verloren haben. Aber wir werden bis zum Schluss kämpfen“, sagte der völlig ausgelaugte und vom harten Match gezeichnete René Wagner nach dem Abpfiff. Dieses Versprechen glaubt man dem kampfstarken Spieler aufs Wort. Doch ob das Können für die Wende in den beiden letzten Spielen beim Siebten TSV Neuhausen/Filder und zum Abschluss zu Hause gegen den feststehenden Zweitliga-Aufsteiger TV Neuhausen/Erms reicht, darf bei allem Respekt bezweifelt werden.

DHfK: Resimius, Sarközi – Trodler 5, Ishiguro 4/1, Bergelt 3, Schlichter 6, Ulrich, Strehle 3, Fichtner, Schepers 2, Wolf, Wagner 3. 7-m: DHfK 2/1, Pirna 9/6.
Text: Norbert Töpfer (LVZ am 26.04.2009)
Bilder: D. Mörit

 

 
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Neuigkeiten

Der TV Mögglingen konnte sich noch auf den vorletzen Tabellenplatz retten. Eine Relegation mußte nicht gespielt werden, weswegen der Klassenerhalt geschafft ist. Aufgrund personeller Probleme wird die Mannschaft in der Saison 2010/2011 wohl aber freiwillig eine Klasse tiefer sein Glück versuchen.